Sa . 23 . Mrz . 2024 – 19:00 Uhr

Die Oboe


Programm:
Jacques Hotteterre (1674 – 1763): op.5: Deuxiéme Suite
Pierre Denican Philidor (1681 – 1731): op.1: Cinquiéme Suite
François Couperin (1668 – 1733):
Les Goûts Réunis: Septiéme Concert
Camille Saint-Saëns (1835-1921):
Sonata in D-Dur Op. 166 für Oboe und Klavier
Eugène Joseph Bozza ( 1905-1991):
Fantasie pastorale, Op. 37 für Oboe und Klavier
André Jolivet (1905 – 1974): Serenade pour Hautbois et Piano

Sergio Sánchez übernahm im letzten Jahr die Professur für Oboe als Nachfolger von Prof. Diethelm Jonas.Die Berufung ist für den Oboisten Sergio Sánchez so etwas wie eine Heimkehr: Von 2010 bis 2017 studierte der 34-Jährige in Lübeck bei Diethelm Jonas und bei David Walter und Jacques Tys in Paris. Er war zunächst Solooboist am Staatstheater Braunschweig, seit 2019 dann Solooboist der Augsburger Philharmoniker. Parallel dazu studierte er Barockoboe bei Alfredro Bernardini an der Universität Mozarteum Salzburg, wo er 2022 sein Studium abschloss. Als Solist spielte er mit renommierten Orchestern. Er ist unter anderem Preisträger des ARD-Musikwettbewerbs, des internationalen „Double Reed Society Gillet-Fox“ Oboenwettbewerbs, des Chieri International Competition und des Barbirolli International Oboe Festival and Competition.
Im Rahmen des venezolanischen Kulturprojekts „El Sistema“ erhielt Sergio Sánchez mit elf Jahren seinen ersten Oboenunterricht und erwarb im Kinderorchester Caracas erste Orchestererfahrung. Als Gründungsmitglied und Solo-Oboist des Jugendorchesters Teresa Carreño arbeitete er unter der Leitung von Ulyses Ascaneo, Gustavo Dudamel und Claudio Abbado. Internationale Tourneen führten ihn mit dem Simón Bolívar Symphonie Orchester in zahlreiche Konzertsäle Europas, Asiens und der USA. Als Venezolaner ist es für Sergio Sánchez ein Herzensanliegen, die Musik seiner Heimat bekannter zu machen. So nahm er zuletzt an den CD-Produktionen des Kammerensembles „Barroqueanas Venezolanas“ teil.

Sergej Tcherepanov wurde in der UdSSR geboren, absolvierte sein Musikstudium am Tschaikowsky-Konservatorium Moskau, im Fach Klavier bei Viktor Merzhanow und im Fach Orgel bei Natalia Gureewa. Gleichzeitig nahm er auch an Orgel- und Cembalo-Kursen teil, u.a. bei Siebe Henstra (Utrecht) und wirkte in verschiedenen Ensembles für Alte Musik mit, u.a. unter der Leitung von Alexei Lubimov. Sein Orgelstudium setzte er in Deutschland fort, zunächst in Lübeck bei Prof. Martin Haselböck, danach bei Prof. Wolfgang Zerer in Hamburg (Konzertexamen). Weitere Studien bei Prof. Harald Vogel und KMD Martin Böcker (Stade) folgten. Neben einem Stipendium der Hamburger Busche-Stiftung erhielt er besondere Auszeichnungen bei Orgelwettbewerben in Südafrika und Deutschland. Solistische Tätigkeiten führten ihn zu Festivals und Orgelwochen in vielen europäischen Ländern. Er wirkt auch als Continuo-Spieler in verschiedenen Ensembles für Alte Musik mit, tritt bei Festivals wie den Salzburger Festspielen oder dem Festival Alte Musik Utrecht auf, arbeitete bei Theatern in Flensburg, Kiel und Mexico. Er konzertiert als Kammermusikpartner von Gunar Letzbor (Barockvioline), Diethelm Jonas (Oboe), Susanne Ehrhardt (Flöte) und Alexander Paperny (Balalaika). Neben der umfangreichen Hochschultätigkeit in Lübeck ist er als Kirchenmusiker und künstlerischer Leiter der Konzertreihe und der Sommerakademie an der St. Petri Kirche Bosau am Plöner See tätig. Es entstanden viele TV- und CD-Aufnahmen.